Die Allversöhnung am Jüngsten Tag

Was wäre, wenn es eine Allversöhnung gäbe? Am Jüngsten Tag kommen alle zu Gott und er sagt, ich hab euch alle lieb, also passt schon, das es auf der Erde nicht so gelaufen ist, wie ich mir das gedacht hab, was solls. Angenommen, das wäre so, was wäre dann mit Mission? Wir könnten Feierabend machen, denn das Geschäft unseres Lebens wäre ja gelaufen, die Menschen wären gerettet und das ist ja das allein seelig-machende an unserem Dasein.

Sicherlich kein neuer Gedanke, dass es bei Mission auch um das Wohl der Menschen im hier und jetzt geht, nicht nur um ihre Rettung. Aber mit dem Gedankenspiel, mal die Rettung komplett weg zu denken, erhält die Frage der Qualität von Mission für mich nochmal eine ganz besondere Bedeutung. Was sind Inhalte, worum geht es mir mit dem Menschen?

Inspiriert durch einen Vortrag von Prof. Dr. Zimmer am Studientag, in ein paar Tagen gibts davon auch Mp3s.

8 Antworten zu “Die Allversöhnung am Jüngsten Tag”

  1. Ich denke schon, dass es in gewisser Weise dienlich wäre,
    die missionarische Rettung wegzudenken.
    Allein schon der Rettung wegen.

    Man denke sich eine Welt, in der die Glaubens-Missionare den Menschen nicht mehr vorschreiben würden, sie müssten das Wort Gottes im jeweiligen Stamm-Buch lesen oder in der (inwzischen total vermenschlichten) Missionspredigt hören.

    Man denke sich eine Welt, in der nicht mehr der jeweilige Religionsgründer als die Gallionsfigur gilt, an die zu glauben Mission ist.

    Man denke sich eine Welt, in der die Menschen nicht weiter den verschiedenartigen, von Rettungs-Missionaren vorgestzen Götzengestalten dienen, sondern in der gemeinsamen Welterklärung, der wissenschaftlich erklärten Grammatik der rund um den Globus akzeptierten Evolutionsmechanismen das kreative=“schöpferische Wort“ (lt Benedikts dogmatischem Bekenntnis zum biblisch, somit hist. Jesus „schöpferische Vernunft“) verstehen würden, das es auf menschlich begeisterte Weise zu verwirklichen und daher in zeitgemäßem Kult zu vergegenwärtigen gilt.

    Aber das ist nur Gedacht.
    Noch können die Menschen nicht mündig über ein universales kreatives=schöpferisches Wort, eine Vernünftigkeit allen natürlichen Werden nachdenken.
    Noch gibt es Missionsprediger, die den Menschen vorschreiben, was sie zu denken und zu glauben haben und damit das Gehör verbauen.

    Das Wohl der Menschen, die nach dem Willen des gemeinsam verstandenen Wortes welt- bzw. schöpfungsvernünftig wachsen, sich kreativ weiterentwickeln, die Zukunft optimieren, statt ökologisch und weltökonomisch vernichten, muss wohl noch warten.

    Noch haben die beauftragten Missionsprediger das Sagen, nicht der Schöpfer selbst.
    Noch denken berliner Brights bzw. Atheisten, mit Bussmission die Menschen bekehren zu müssen.
    Noch denken beide, dass dies die Rettung wäre.

  2. Ich bin auch von einer Nötigkeit der Rettung überzeugt, da ich letztlich nicht an eine Allversöhnung im Ganzen glaube. Mir ist nur der schöpferische Gedanke zu sehr verloren gegangen. Eine weitere Frage ist auch für mich, wie ich den rettenden Aspekt in Mission umsetze, da will ich weniger zum erhobenen Zeigefinger neigen.

    Und letztlich willst du mit deinem Kommentar doch auch retten, oder?

  3. Wenn ich Prof. Dr. Zimmer richtig verstanden habe, geht es ihm aber auch um Rettung.
    Er glaubt nur, dass jeder Mensch im Leben (oder nach dem Leben) eine Chance hat, sich für Gott zu entscheiden. Er hat nicht gesagt, dass einfach alle so aufgenommen werden. ;)
    Wenn es allerdings so wäre, dass alle Menschen in den Himmel kommen, dann würde ich trotzdem weiter machen. Unser diakonischer Auftrag und die Sache mit dem Um-die-Erde-Kümmern würden dadurch ja nicht aufgelöst werden, oder?

    • Deshalb sagte ich ja inspiriert und nicht kopiert ;-)
      Letzteres meinte ich mit dem Gedankenspiel, was würde dann von Mission noch da sein, und, geschieht das so?

  4. phanietta Sagt:

    jetza…

  5. phanietta Sagt:

    wie geht das?

  6. phanietta Sagt:

    phanietta.wordpress.com

  7. Entscheidend ist für mich die Frage der ewigen Hölle, ewigen Verdammnis.

    Im Alten Testament und bei Paulus gibt es keine ewige Verdammnis und Jesus gebraucht das Wort Gehenna und bezieht sich dabei alttestamentlich auf das Tal bei Jerusalem wo u.a. Leichen verbrannt wurden.

    Der heidnische Begriff Hölle wurde in die christliche Terminologie eingeführt und zudem verewigt.

    Gott sagt nicht von sich, er sei der Zorn, aber er sagt von sich, er sei die Liebe.

    Eine Milliarden Jahre andauernde Quälhölle ist damit nicht vereinbar.

    Paulus sagt:
    Röm. 11
    32 Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, damit er sich aller erbarme.

    Jesus sagt zuvor:

    Joh 12
    31 Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden. 32 Und ich, wenn ich geoffenbart von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.

    Paulus vervollständigt das:

    Kol 1
    16 Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: ALLES ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; 17 und {er} ist vor allem, und alles besteht durch ihn. 18 Und {er} ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe; 19 denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen 20 und durch ihn ALLES mit sich zu versöhnen – indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes – durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist

    Danach ist Allversöhnung höchst wahrscheinlich.

    Auf meiner Webseite habe ich die Ewige Hölle entsprechend thematisiert.

    Freundliche Grüße
    Tom

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