Es ist wohl das Topthema bei mir zurzeit, es lässt mich einfach nicht los. In der letzten Predigt war der Text aus Jakobus 5(nachschlagen kann man das schnell und praktisch hier) dran, besonders der Vers 4 hat es in sich:
Der Herr, der allmächtige Gott, hat den Schrei eurer Erntearbeiter gehört, die ihr um ihren verdienten Lohn betrogen habt.
Ich glaube, das Wissen über ungerechte soziale Verhältnisse auf dieser Welt, über Kinderarbeit, über Hunger, das haben wir eigentlich alle. Das größere Problem sind wohl die Tatsachen, dass das von unserem Blickwinkel aus recht abstrakt ist, dass wir die Waren aus den Regalen nehmen wie den Strom aus der Steckdose, dass wir das dahinter nicht sehen. Und das zweite Problem ist wohl, dass wir, wenn wir den ersten Punkt intus haben, nicht bereit sind, es uns etwas kosten zu lassen, dass wir nicht bereit sind, auf billige Produkte und Luxus zu verzichten. Wir haben aber wohl vergessen, dass Gott die Schreie dieser Menschen hört. Ich habe mich, wenn es in der Bibel von Reichen die Rede ist, kaum angesprochen gefühlt, armer Schüler, armer Volontär, bald armer Student. Aber unsere deutsche Armutsgrenze ist wohl eher ein Witz(ich will nicht absprechen, dass es in Deutschland nicht auch Arme gibt, aber wenn du schon die Möglichkeit hast, diese Seite anzuschauen, ist es doch recht unwahrscheinlich, dass du dazugehörst). Das man in Deutschland Urlaub machen muss weil man sich keinen Flug leisten kann oder einen veralteten Computer hat, zähle ich nicht zu Armut. Einmal geht ein reicher Mann traurig von Jesus weg, dass einzige was in davon hindert, mit Jesus zu gehen, ist, dass er sich nicht von seinem Reichtum trennen will. Vielleicht sollten wir uns auch da mal angesprochen fühlen.




