Rückblick 2007

Alles ist anders geworden. Ich schreibe nicht mehr in Fürth, ich schreibe in Israel.
Meine persönlichen Entscheidungen haben 2006 angefangen, ein Jahr in Israel, ein paar mehr in Tabor. Anfang 2007 habe ich dann ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch bei Zedakah gehabt, später bin ich ein paar Tage auf Gasthörerschaft in Tabor gewesen und habe auch da ein paar Monate später die Zusage für einen Studienplatz bekommen. Im Juni habe ich mein Abi geschafft und habe erst Fürth und nach 2 weiteren Monaten Probezeit in Schwaben Deutschland verlassen. Seitdem bin ich hier ganz im Norden von Israel und arbeite in einem Heim für Holocaustüberlebende mit.

Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft.
Es brodelt in mir, es bringt meine Muskeln zum krampfen, es dreht alles auf den Kopf. Ich merke, wie mein Glauben sich immer mehr verändert, mehr will, wie ich träume und nicht mehr das ertragen kann, was heute Glauben an Gott ist. Weder die Version der Nichtchristen noch die von Christen. Ich versuche seit einer halben Stunde, das in Worte zu fassen, was ich fühle, und kann es doch nicht fassen. Ich träume von einer Radikalität für Jesus, die mein Ich vom Anfang des Satzes wegnimmt. Ein Feuer, das mich und andere erfasst und alles verändert, was nicht standhalten sollte. Was kein lauwarm mehr zulässt. Was über einen innovativen Text und Gemotze hinausgeht und im Heute anfängt, im vor dem Computer sitzen und diese Zeilen Schreiben oder Lesen. Was uns in unserer Zeit, in unserer Welt leben lässt, wie man das auch alles nennen will. Was meinen Willen, unseren Willen in den Willen von Jesus umformt.
Damit lässt sich wohl ein bißchen beschreiben, was mich dieses Jahr immer mehr beschäftigt hat. Und Worte, diese Worte sind doch viel zu wenig dafür.

Eine Antwort zu “Rückblick 2007”

  1. total ergreifend ausgedrückt ;-) )

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